Mut zur Verantwortung, innere Grenzen und giftiger Groll
Meine Themen heute für Sie: Übernehmen Sie die Verantwortung für sich? | Wie dick sind Ihre inneren Grenzen? | Wenn Klienten sich selbst überraschen | Heilsame Schönheit: Bäume tun uns gut | Wem schadet Groll? | Pornos im alten Ägytpen | Viel Vergnügen beim Lesen!
Dieser Newsletter ist zu 100 Prozent frei von KI. Was Sie hier lesen, ist auf meinem Mist gewachsen. Und bekanntlich wachsen auf dem Mist die schönsten Rosen.
Eine Bitte: Wenn Sie jemanden kennen, den das, was ich hier erzähle, interessiert, leiten Sie ihm diesen Newsletter weiter. Dankeschön!
Wolfgang Halder, Odysseus Kinesiologie & Coaching
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Wenn es uns schlecht geht, neigen wir dazu, auf einen Retter zu hoffen, ja, einen zu erwarten oder gar zu glauben, wir hätten einen Anspruch darauf, von irgendjemandem gerettet zu werden. Das nenne ich den „Sozialstaats-Irrtum“.
Der Glaube, einen Anspruch darauf zu haben, daß andere für uns etwas herstellen oder bereitstellen müssen, ist das Gegenteil von persönlichem Wachstum. Es ist auch eine Negation der Freiheit, denn Freiheit ist immer mit Verantwortung verbunden.
Deshalb lautet einer der wichtigsten Gedanken und Sätze, die wir in unserem Leben denken und formulieren können: „Ich bin verantwortlich für meine Entscheidungen und Handlungen“. Wenn Sie Verantwortung für Ihr Leben übernehmen, mit vollem Bewußtsein und ganzer Willenskraft, dann erwächst Ihnen eine ungeahnte neue Stärke und Sicherheit.
Die Voraussetzung dafür ist, uns bewußt zu machen, daß niemand kommen wird, uns zu retten. Niemand wird kommen, um mein Leben für mich in die richtigen Bahnen zu lenken. Niemand wird kommen, um mir die Entscheidungen, Anstrengungen und Mühen abzunehmen, die mit einem freien Leben verbunden sind.
Wenn wir uns selbst als Zentrum unseres Lebens erfahren, können wir die Verantwortung für uns und unser Leben übernehmen. Diese aktive Einstellung ändert alles. Dann warten wir nicht auf einen Retter, wir machen nicht andere verantwortlich, wir schieben nicht anderen die Schuld zu (Eltern, Partner, Kollegen usw.). Dann erleben wir persönliches Wachstum. |
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Anderes gefragt: Wie dick oder dünn sind Ihre inneren Grenzen? Zum Beispiel die zwischen Ihren Gedanken und Ihren Gefühlen. „Die Dicke unserer Grenzen zu kennen, hilft uns dabei, Aspekte unseres Lebens zu verstehen, die wir sonst nicht erklären können“, sagt der Psychoanalytiker Ernst Hartmann (1934-2013). Er hat den Test geschaffen, den ich Ihnen hier empfehle. Wenn Sie neugierig auf sich sind, ist dieser Test genau das Richtige für Sie.
Wichtig: Das ist kein Zeitschriften-Test, den Sie mal so nebenher machen können. Es sind 145 Aussagen, und zwar auf Englisch. Nehmen Sie sich Zeit und Ruhe dafür. Dann werden Sie belohnt mit Erkenntnissen über sich selbst.
PS: Für den Voyeur in Ihnen: Mein Ergebnis lautet „dünne bis sehr dünne innere Grenzen“. |
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Können Sie sich überraschen? |
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„In jeder Sitzung kann ein Wunder geschehen“, sagte meine Kinesiologie-Lehrerin uns immer wieder. Kann geschehen – muß aber nicht. Denn man kann es nicht gezielt ansteuern, man kann nur offen dafür sein, daß es sich ereignet.
Kürzlich erlebte ich wieder einen dieser magischen Momente in einem Coaching, die nicht planbar und nicht erzeugbar sind, weil Menschen keine linear funktionierenden Maschinen sind.
Ein Klient, er ist gerade arbeitslos, erzählte mir, daß er ein Stellenangebot abgelehnt habe. Und zwar zu seiner eigenen Überraschung, wie er erstaunt sagte. Da ist es, das Wunder! Ein Mensch, der sich selbst überraschen kann.
So ein Moment ist für mich auch nach vielen Jahren Arbeit als Coach immer sehr bewegend. Zu erleben, wenn ein Mensch sich neue Umlaufbahnen seines Lebens erschließt, sich neue Horizonte eröffnet und – von sich selbst überrascht – mutig sein neues Selbst lebt.
Was war geschehen? Ein paar Sitzungen, in denen der Klient mit sich in Kontakt gekommen ist, in denen er seine Wut, Enttäuschung, Verzweiflung und Selbstverachtung anerkannt und gewürdigt hat, in denen er erkannte, daß er im Krieg mit sich selbst war, den er nur verlieren konnte. Obendrein lernte er energetische Aktivierungen und Übungen, die er zum Teil seines Alltags gemacht hat.
Wenige Wochen zuvor hätte der Klient die Stelle noch angenommen – nicht, weil er vom Arbeitgeber und der Tätigkeit überzeugt gewesen wäre, sondern um seine Angst und das Gefühl der Wertlosigkeit zu mildern, mit denen die Arbeitslosigkeit an ihm nagte. Es wäre eine Entscheidung aus der Negation heraus gewesen, also eine schlechte.
Nun handelt und entscheidet der Klient aus einer neuen Fülle und Lebendigkeit heraus. Das heißt nicht, daß ab jetzt jede Entscheidung richtig ist. Doch er wird auch mit falschen Entscheidungen fertig werden, weil er aus seiner Mitte heraus handelt und die Verantwortung übernimmt (siehe dazu den Beitrag „Niemand wird kommen“ weiter oben). Das ist gelungenes persönliches Wachstum. |
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Heilsame Schönheit: Bäume |
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„Ich verstehe nicht, wie man an einem Baum vorübergehen kann und nicht beglückt sein, daß man ihn sieht?“, sagte Dostojewski. So geht’s mir auch. Deshalb zeige ich Ihnen hier besonders beglückende Bäume, an denen ich vorübergegangen bin.
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Wer will bei diesen drei Buchen-Göttinen der trojanische Prinz Paris sein und den Apfel mit der Aufschrift „Für die Schönste“ vergeben? Der gastfreundliche Einsiedler Seraphim, der in seiner Klause gleich neben diesem wundervollen Baum-Trio lebt, bestimmt nicht. Er weiß: Rangordnungen sind Menschen-Torheit. Bei der Burg Thierberg oberhalb von Kufstein |
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"Groll zu hegen ist wie Gift zu trinken und zu erwarten, daß der andere stirbt." Chinesisches Sprichwort |
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Lesefrucht: Papyrus-Porno |
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Sex ist ein fruchtbares Feld für persönliches Wachstum. Wir Heutigen bilden uns ein, wir seien in Sachen Sex besonders aufgeschlossen, doch das ist eine Selbstüberschätzung, die sich aus mangelndem historischem Wissen speist.
Ich stelle immer wieder fest, daß viele Menschen beim Thema Sex gar nicht wissen, was sie nicht wissen, und vor allem nicht wissen, was sie nicht tun, obwohl es für sie auf vielen Ebenen (z.B. Gesundheit, Selbstwert, soziale Kontakte) sehr bereichernd sein könnte.
Der neue, feministisch gespeiste Puritanismus ist ein Lebensfreude-Killer erster Güte. Diese ideologisch motivierte Prüderie ist eine besonders verquere (oder sollte ich schreiben „verqueere“?) Form der Unmenschlichkeit. Kommende Generationen werden sich kopfschüttelnd die Geschichten über unsere selbstverschuldeten ideologischen Dummheiten in horizontalen Dingen anhören.
Es gibt nichts, was die Menschen vergangener Zeiten beim Sex nicht praktiziert hätten. Das einzige, was sich ändert, sind die technischen Begleitumstände. Die alten Griechen, Chinesen oder die Ägypter, um die es heute geht, wußten genau, wie sie sich möglichst viel Vergnügen verschaffen konnten.
Hier für Sie – auch als erregende Anregung für einen genußvollen Sonntagnachmittag – eine Geschichte aus dem Buch „Zehntausend Jahre Sex“, das ein Panorama des menschlichen Einfallsreichtums bei den „Freuden der Venus“, wie Casanova Sex so schön nannte, ausbreitet. Es geht um das erste Pornoheft der Weltgeschichte, das die Ägytper ca. 1150 vor auf Papyrus gestalteten. Nur das Medium hat sich seither geändert, die Inhalte bleiben, daran ändert auch die KI nichts.
Hören Sie nun Geschichten aus dem wilden alten Ägypten:
„Die junge Frau stützt sich auf ein grünes Kissen. Sie möchte es bequem haben, während ihr Liebhaber sie von hinten nimmt. Der Mann zieht am Zopf ihrer Perücke, sie wendet sich um, blickt ihm tief in die Augen und lächelt.
Auf dem sogenannten Papyrus Turin, der so heißt, weil er im Museo Egizio in Turin aufbewahrt wird, sind außerdem kleinwüchsige, glatzköpfige Männer mit riesigen, erigierten Penissen abgebildet, die Frauen im Stehen oder auf einem Stuhl penetrieren oder ihnen Amphoren in die Vagina stecken. Auf einem Bild flüstert eine Frau: ,Komm schon, stell dich hinter mich. Ich bereite dir Vergnügen, solange dein Phallus bei mir ist’.
Wer den Papyrus studiert, der etwa 1150 vor Christus in Theben von einem unbekannten Autor gezeichnet wurde, stellt fest, daß man im Reich von Ramses IV. bereits Rollenspiele, Sex-Tools und Bordelle kannte.
Auf einem Bild steht zum Beispiel eine Frau auf einem Streitwagen, der von zwei Mädchen gezogen wird. Sie beugt sich nach vorn, während ein Mann sie von hinten besteigt. Am rechten Arm des Mannes baumelt eine Handrassel, die in Ägypten als Instrument der Verführung und als Symbol der Lustgöttin Hathor galt. Vor der Frau auf dem Streitwagen sitzt ein Affe, der die erotische Bedeutung der Szene zusätzlich betont. Denn Affen waren in Ägypten das Symbol der weiblichen Sexualität.“ |
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In meinem Newsletter-Archiv Gedanken und Spitzen finden Sie die besten Beiträge vergangener Ausgaben.
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