Vitamin D, Schnee und glückliche Frauen
Meine Themen heute für Sie: Was wir mit einem „Aber“ anrichten können | Unglaublich: Es ist kalt und schneit – und das mitten im Winter! | Ein Apotheker und Vitamin D | Heilsame Schönheit: Bäume tun uns gut | Social Media ist Gift | Was Frauen glücklich macht | Viel Vergnügen beim Lesen!
Dieser Newsletter ist zu 100 Prozent frei von KI. Was Sie hier lesen, ist auf meinem Mist gewachsen. Und bekanntlich wachsen auf dem Mist die schönsten Rosen.
Eine Bitte: Wenn Sie jemanden kennen, den das, was ich hier erzähle, interessiert, leiten Sie ihm diesen Newsletter weiter. Dankeschön!
Wolfgang Halder, Odysseus Kinesiologie & Coaching
|
|
|
|
Ich sitze auf einem Berggipfel und blicke in die Ferne. Ein älteres Paar kommt schnaufend dazu. Als die beiden wieder Luft bekommen, sagt sie zu ihm: „Das ist aber eine schöne Aussicht!“
Ich bin im Café. Als die beiden Damen am Nebentisch ihre Kuchen kosten, sagt eine zur anderen: „Der schmeckt aber gut!“
In der Schule. Ein Lehrer will einen Schüler loben und sagt zu ihm: „Das hast du aber gut gemacht“.
Ein Paar-Streit. Er bringt vor, was ihn nervt. Sie antwortet: „Ja, aber …“ und legt dann los mit allem, was ihr an ihm nicht paßt.
Ein Tourist aus Hamburg fragt mich: „Können Sie mir sagen, wie ich zum Englischen Garten komme?“ Ich antworte: „Aber ja …“.
Ich könnte Sie noch mit vielen weiteren Beispielen für solche alltäglichen aber-witzigen Bemerkungen zuschütten, das braucht es aber nicht. Diese Beispiele zeigen deutlich, worum es geht: Wir machen uns das Leben schwer, wir vermiesen uns Freude. Statt einfach „schön“ und „gut“, „köstlich“ oder „ja klar“ zu sagen, schieben wir ein „aber“ dazu. Jedes „Aber“ ist ein Tritt auf die Bremse: Wir bremsen unsere Lebendigkeit, wir bremsen unsere Energie, wir bremsen unsere Freude.
Ich spekuliere nicht, warum wir das tun, ich sage Ihnen vielmehr, wie Sie es lassen können. Es ist ganz einfach, Sie müssen es nur tun: aufmerksam sein und sich selbst wahrnehmen. Achten Sie dabei darauf, wer spricht, wenn Sie „aber“ sagen. Ist das wirklich Ihr Aber? Wie klingt diese Aber-Stimme? Nach Vater, Mutter, Oma, Lehrer?
Es geht um die Bewußtwerdung, daß wir viel sagen, was gar nicht WIR sagen, was wir uns, aus welchem Grund auch immer, in Kindheit und Jugend antrainiert haben.
In einer Coaching-Ausbildung übt man, „aber“ durch „und zugleich“ zu ersetzen. Dadurch nimmt man einer Aussage den aggressiven und konfrontativen Ton und bleibt auf den Inhalt fokussiert. Ein Beispiel. Sie beginnen Ihre Antwort auf ein Argument, das sie nicht für überzeugend halten, nicht wie bisher mit „Ja, aber“, sondern mit „Ja, und zugleich sollten wir berücksichtigen, daß …“
Staunen Sie, was das mit Ihrem Gegenüber macht. Staunen Sie, wie fruchtbar eine Diskussion dadurch wird. Und machen Sie aus Jux und Dollerei mal die Gegenprobe beim Sex: Stöhnen Sie statt „ja“ mal „ja, aber“ – und schauen Sie, wie Ihrer beider Erregung schlagartig in sich zusammenfällt.
Üben Sie diese Selbstwahrnehmung eine Weile, und Sie werden merken, daß Ihr bisheriges Aber snicht Ihr eigenes Aber ist. Nun beginnen Freiheit und persönliches Wachstum. Ab jetzt ist eine Aussicht ungebremst schön, schmeckt ein Kuchen ungebremst gut, ist ein Lob ungebremst lobend. |
|
Anfang des Jahres war ich mal wieder in einer Apotheke. Mit „mal wieder“ meine ich: zum ersten Mal seit 2013. Damals steckte ich mitten in meiner zweiten Scheidung und hatte Schlafstörungen. Ein Arzt glaubte – nach etwa 90 Sekunden Gespräch –, mir ein Antidepressivum verschreiben zu müssen. „Das ist ganz was Leichtes“, konterte er meinen skeptischen Blick.
Ich war mißtrauisch und nahm von diesem „ganz Leichten“ nur eine halbe Tablette – und ging eine Woche lang wie eine Zombie durchs Leben. So schrecklich hatte ich mich noch nie gefühlt. Das war das letzte Mal, daß ich ein Produkt der Pharmaindustrie geschluckt und eine Apotheke besucht habe. Es gibt dort schlicht nichts, was ich brauche.
Warum also mein erneuter Apotheken-Gang? Ich wollte fragen, ob ich über die Apotheke ein bestimmtes Vitamin-D-Präparat bekommen könnte. Das Vitamin D meiner Wahl bestelle ich direkt beim Hersteller. Doch dessen Versanddienstleister GLS schafft es immer wieder, meine Adresse nicht zu finden, was zu vielen zeit- und nervenfressenden Telefonaten und E-Mails führt. Diesen Ärger wollte ich mir ersparen.
Also bin ich mit der Vitamin-D-Packung in die Apotheke, um herauszufinden, ob ich die auch dort bekommen kann. Hier mein Gespräch mit dem Apotheker:
Ich: „Könnte ich das über Ihre Apotheke bestellen?“ (Ich gebe ihm die Packung.) Apotheker (im Verhör-Ton): „Wie oft nehmen Sie das?“ Ich: „Täglich eine Kapsel von Oktober bis März.“ Apotheker (vorwurfsvoll): „Das ist viel zu viel!“ Ich (freundlich, aber bestimmt): „Ich wollte nicht Ihre Meinung hören, sondern wissen, ob Sie mir das bestellen können.“ Apotheker (scharf und herablassend): „Haben Sie dafür ein Rezept?“ Ich (genervt): „Nein, brauche ich auch nicht. Was ist jetzt: Können Sie das bestellen.“ Apotheker: „Nein.“ (Ton und Mimik sagen: „Selbst wenn ich’s könnte, täte ich’s nicht, denn ich weiß viel besser als Sie, was gut für Sie ist.“)
Das war mein Apotheken-Besuch. Nun schlage ich mich wieder mit GLS herum.
Zur Erläuterung: Ich nehme von Oktober bis März täglich 10.000 i.E. Vitamin D3, wohlwissend um die wichtigen Co-Faktoren: Also die Einnahme kombiniert mit K2, denn das sorgt dafür, daß Calcium in die Knochen gelangt statt in die Gefäße. Und mit genügend Magnesium, das es für die Aktivierung und Verwertung des Vitamin D braucht. (Für alle Neugierigen: Das Vitamin-D meiner Wahl ist D3-Max Forte von Sanuvit.)
Die Folge: Zum Ende des Winters liegt mein Vitamin-D-Spiegel bei rund 90 ng/ml. Derweil schlagen sich 80 Prozent der Deutschen mit den Krankheiten herum, die sie sich infolge ihres Vitamin-D-Mangels einfangen und mit denen sie sich abfinden, weil ihr Arzt ihnen sagt, ein Vitamin-D-Spiegel von 23 ng/ml sei ausreichend.
Phänomene wie Erkältung und Grippe kenne ich seit vielen Jahren nur noch vom Hörensagen. Ich mußte noch nie einen Klienten-Termin wegen Krankheit absagen …
Folglich kann ich mich mit den wichtigen Themen des Lebens befassen, statt meine Zeit und Energie bei Arzt und Apotheker zu verschwenden. Zu den wichtigen Themen gehört das persönliche Wachstum. Ohne Schnupfen und Husten macht das viel mehr Freude. |
|
Skandal: Winter im Winter! |
|
„Nachts ist es kälter als draußen“, hat der große Karl Valentin schon vor langer Zeit erkannt. Auf heutige Verhältnisse übertragen müßte es heißen: „Im Winter ist es kälter als im Smartphone“.
Schüler bekommen heutzutage schulfrei, sobald sie beim Gehen nicht auf dem Smartphone herumdaddeln können, weil es an manchen Stellen glatt sein könnte oder eine Schneeverwehung von 0,8 cm ihr Weiterschlurfen erschwert, da sie ihre Augen auf den Weg statt auf das Gerät richten müßten.
Ich bin in den sechziger Jahren aufgewachsen. Damals war jedem klar: Im Winter ist Winter. Man schaute aus dem Fenster und aufs Thermometer und wußte, wie man sich anzuziehen und draußen zu verhalten hat. So unfaßbar simpel und an der Wirklichkeit orientiert haben die Menschen damals gedacht und gehandelt …
Ist bei Schnee und Kälte die Schule ausgefallen? Nein! Warum auch? Genauso gut hätte sie im März ausfallen können, weil das laute Vogelgezwitscher die Kinder auf dem Weg zur Schule ja traumatisieren könnte. Oder im Herbst, wenn vom Baum fallende Äpfel eine Lebensgefahr für die Kinder darstellen.
Es ist ein Wunder, daß ich die primitiven und an allen Ecken und Enden gefährlichen sechziger Jahre überhaupt überlebt habe: Autos ohne Sicherheitsgurt, Fahrräder ohne Stoßdämpfer und mit nur drei Gängen, radeln ohne Helm, keine Energy Drinks und vor allem: kein WLAN, horribile dictu!
Zurück zum Winter: Kein Schüler konnte früher den großen Bruder namens Google/Chat-GPT fragen: „Ab wieviel Schneeflocken pro Quadratmeter muß ich nicht zur Schule?“
Ich frage mich: Wie soll ein Jugendlicher, der bei Glätte und Schneefall nicht in die Schule muß, weil er auf dem Weg ausrutschen könnte, „kriegstüchtig“ werden? Kriegstüchtigkeit wird derzeit ja zum wichtigsten Ziel aller staatlich kontrollierten Institutionen.
Und ich frage mich: Wenn auf dem Weg nach Moskau bei -29 Grad das WLAN im Panzer ausfällt, kommt es dann zu Meuterei und Fahnenflucht? Oder werden in so einem Fall von der KI vollautomatisch generierte Transgender-Pornos auf den Monitoren eingespielt, um die Stimmung hochzuhalten?
Nicht auszudenken, wenn begeisterte, freiwillig ausgeloste junge Soldaten, die „uns zeigen, was in ihnen steckt“ (ein Sprüchlein aus der Bundeswehr-Reklame), aus dem Panzer raus müßten, um ihn mit ihren Klappspaten freizuschaufeln. Sie müßten sich auf You Tube erstmal ein Video anschauen, das ihnen zeigt, wo bei einem Spaten vorne und hinten ist. Doch ohne WLAN wird das schwierig …
Deshalb mein Wunsch ans Bundeswehr-Beschaffungsamt: Nutzt einen Großteil der vielen Milliarden Euro, die ihr ausgeben dürft, für stabiles WLAN im Panzer. Und nicht vergessen, verehrte oberste Heeresleitung: Im Winter kann es kalt werden und schneien!
Was hat all das mit persönlichem Wachstum, dem Thema meines Newsletters, zu tun? Ganz einfach: Wenn man Kindern und Jugendlichen den Kontakt mit der Wirklichkeit verweigert, zerstört man ihre naturgegebenen Wachstums-Fähigkeiten. Lernt ein Kind nicht mit vier Jahren auf dem Weg zum Kindergarten, mit Eis und Schnee zurechtzukommen, wann dann?
Wir verkrüppeln durch diesen vermeintlichen Schutz unsere Kinder. Es ist eine Form des Kindes-Mißbrauchs, der mit besten Absichten und bestem Gewissen erfolgt. Es ist eine Schande – verkleidet als Fürsorge. Diese „Fürsorge“ verweigert den Kindern gesundes Wachstum.
PS: Der Mann, der den bislang letzten Rußland-Feldzug organisiert hat, hieß Franz Halder. Der andere Herr H., der damals aktiv war, hielt sich nicht an Halders Vorgaben, weshalb das ganze Unternehmen – genannt „Barbarossa" – fehlschlug. Als Halder das Herrn H. sagte, war dieser nicht erfreut und setzte Halder als Generalstabs-Chef des Heeres ab. Warum das hier von Bedeutung ist? Finden Sie's selbst heraus … |
|
Heilsame Schönheit: Bäume |
|
„Ich verstehe nicht, wie man an einem Baum vorübergehen kann und nicht beglückt sein, daß man ihn sieht?“, sagte Dostojewski. So geht’s mir auch. Deshalb zeige ich Ihnen hier besonders beglückende Bäume, an denen ich vorübergegangen bin.
|
|
„Einst hatt’ ich einen schönen Traum / Da sah ich einen Apfelbaum / Zwey schöne Äpfel glänzten dran / Sie reizten mich, ich stieg hinan“, schwelgt Goethes Faust beim Tanz mit einem schönen Mädchen. Im tiefen Winter glänzen keine Äpfel am Apfelbaum, und schöner Mädchen bedarf es auch nicht, denn die Komposition aus Baum, Schnee und Sonne ist Schönheit genug. Wenige Meter weiter tobt der Skizirkus mit Stiefel-Geklapper und Ballermann-Musik. Wildschönau, Tirol |
|
„Hypnose mag therapeutisch wertvoll sein, wenn Sie dem Hypnotiseur vertrauen. Doch wer würde einem Hypnotiseur vertrauen, der im Auftrag unbekannter Dritter arbeitet? Wer? Offensichtlich Milliarden Menschen, die Social Media nutzen. Der Großteil dieser Dritten will Ihr Verhalten steuern. Um sich zu befreien, um weniger süchtig zu sein, um weniger manipuliert zu werden – löschen Sie wegen all dieser wundervollen Gründe Ihre Social-Media-Konten.“ Jaron Lanier (Internet-Pionier und Autor des Buches „Zehn Gründe, warum du deine Social Media Accounts sofort löschen mußt“) |
|
Lesefrucht: Wie wird man ein mieser Kerl? |
|
Sigmund Freud stellte einst die wichtige Frage: „Was will das Weib?“ Seine berühmte Antwort: „Ich kann diese große Frage trotz dreißig Jahre langem Forschen in der weiblichen Seele nicht beantworten“.
Das ist ärgerlich. Vor allem für uns Männer. So wanken wir von einem Fettnäpfchen zum nächsten … Doch zum Glück gibt es die Journalistin und Autorin Cynthia W. Gentry und ihr Buch „Was Frauen im Bett wirklich wollen“. Nach der Lektüre ist uns Männern zumindest klar, was Frauen in der Horizontalen von uns erwarten.
Seit Wilhelm Busch und seiner köstlichen Geschichte von der „Frommen Helene“ wissen wir: „Das Gute – dieser Satz steht fest – ist stets das Böse, was man läßt“.
Deshalb heute für Sie als Lesefrucht aus Gentrys Buch das Kapitel „In vier einfachen Schritten zum miesen Kerl“, damit Männer begreifen, welches Böse sie beim Sex ein für alle Mal lassen sollten. Cynthia W. Gentry hat das Wort:
„So individuell wie die Frauen, so individuell sind auch die Dinge, von denen sie genervt sind. Aber es gibt auch einige grundlegende Verhaltensweisen, die jede Frau abtörnen, wenn nicht gar abstoßen. Wenn Sie sich selbst etwas Gutes tun wollen, dann unterlassen Sie bitte die folgenden rüden Verhaltensweisen:
Unsensible und unpassende Bemerkungen. Unhöfliche Bemerkungen können nach dem Sex alles ruinieren. Wenn ein Mann über andere Frauen oder verflossene Liebschaften spricht, ob gut oder schlecht, fällt das ganz entschieden in die Kategorie taktlos und unsensibel. Das letzte, was eine Frau gern hört, sind Bemerkungen über andere Frauen, unmittelbar nachdem ein Mann mit ihr im Bett war.
Es gibt offensichtlich Männer, die nicht verstehen, warum ein Kommentar wie ,Du hast schöne Titten. Sie sind zwar nicht so groß wie die meiner letzten Freundin, aber ich steh eh auf kleinere Brüste’ ein klein wenig verletzend rüberkommt. Wenn Sie unbedingt Vergleiche anstellen müssen, dann behalten Sie diese bitte für sich!
Ans Telefon gehen (mittendrin). Bitte gehen Sie nicht ans Telefon, wenn Sie gerade mit jemandem intim werden. Wir können es zwar selbst kaum glauben, daß wir das erwähnen müssen, aber offensichtlich ist es nötig, wenn man sich die empörten Kommentare unserer Umfrageteilnehmerinnen ansieht. Nur, wenn Sie Gehirnchirurg oder Ähnliches sind und es um ein Menschenleben gehen könnte, dürfen Sie ans Telefon gehen, sonst nicht!
Pupsen. Auch wenn es Menschen geben soll, die Furzwitze komisch finden, geben einige der von uns befragten Frauen an, daß sie Derartiges nach dem Liebesakt (oder währenddessen) weder witzig noch attraktiv noch angemessen finden. Also verkneifen Sie es sich einfach!
Vermischtes. Frauen finden es abartig, wenn Männer beim oder nach dem Sex folgende Fehltritte begehen:
- Über Alltägliches wie den Haushalt reden.
- Der Frau danken, als wäre sie zum Sex gezwungen gewesen.
- Nicht mehr mit Liebesschwüren aufhören.
- Fragen, ob sie gekommen ist.
- Von der Mutter oder Familientreffen reden.
Mit anderen Worten: Führen Sie sich nicht auf wie ein Arschloch. Küssen Sie sie, sagen Sie ihr, wie toll es mit ihr war, kuscheln Sie mit ihr, und genießen Sie das schöne Gefühl.“ |
|
In meinem Newsletter-Archiv Gedanken und Spitzen finden Sie die besten Beiträge vergangener Ausgaben.
|
|
Ihnen wurde dieser Newsletter weitergeleitet? Und da er Ihnen gefallen hat, möchten Sie ihn regelmäßig lesen? Dann melden Sie sich kostenlos und unverbindlich an und erhalten Sie jeden zweiten Sonntag Geschichten aus Kinesiologie und Coaching.
|
|
|
|
|